HISTORISCHE ROSTOCKER BAUWERKE
Doberaner Straße 9 (Wohnhaus)
Die Doberaner Straße um 1930. Foto: Sammlung Detlev Preuß
 

Text von Hans-Heinrich Schimler

Anfang des 20. Jahrhunderts kam es zu umfassenden baulichen Veränderungen an dem zwischen dem Schröderplatz und der Stampfmüllerstraße gelegenen Abschnitt der Doberaner Straße. Während die Seite zum Gertrudenplatz weiterhin vom dortigen Krankenhaus und seinem Park geprägt war, wurde die gegenüberliegende Seite mit neuen Häusern bebaut.

Das Haus Doberaner Straße 9, ein Kind des Jugendstils, war 1905 fertiggestellt. Wie schon die Nummer 2 ziert ein über drei Etagen reichender Erker die Fassade ohne allerdings in einem Balkon zu enden. Erhalten blieb auch der schöne Giebel.

Wirtschaftlich verbunden ist das Haus mit dem Glasermeister August Siems, der auch ein Restaurant betrieb, das seit 1911 die Gastwirtschaft Schulze war. 1919 hieß der Gastwirt Robert Grundt. Eigner des Hauses war inzwischen der Uhrmacher M. Marci. 1928 ist erstmals eine M & O- Bierstube mit Karl Stange als Betreiber erwähnt. Später betrieb der Hotelbesitzer E. Marci die Bierstube selber, während Walter Marci ein Zigarrengeschäft führte, was auch nach dem Krieg noch so war. Als Torschänke überdauerte die Gaststätte noch viele Jahre.

Das Haus Doberaner Straße 9 im Jahr 2007. Foto: Berth Brinkmann

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